Ja, aber es gibt da eine, mit Verlaub, naive Anforderung, die als Qualitätsmerkmal angeführt wird.
Ein Tempolimit ist, gerade im stark besiedelten Mitteleuropa eine volatile Regelung.
Diese Information zu erwarten und zu reklamieren, daß die angegebenen Limits nicht passen, ist etwas "seltsam".
Mag sein, daß es besser weggelassen werden sollte, aber es ist hanebüchen, die Forderung aufzustellen, die Angaben der regionalen und lokalen Verkehrsbehörden müßten in den Daten auftauchen.
Mit Verlaub, die Forderung nach einem zeitgemäßen, funktionierendem Navi in einem noch dazu E-Fahrzeug ist alles andere als naiv.
Ein moderner Pkw wird vielmehr bei allen mir bekannten Marken sehr aktiv mit seinem Navi beworben. Ich gehe sogar soweit zu behaupten, dass heutzutage ein Fahrzeug ohne Navi - und sei es nur eine funktionierende Integration von Google Maps und des Apple Äquivalents - kaum zu verkaufen ist.
Bei einem Fahrzeug wie den Niro EV, der alle Arten von integrierten Fahrassistenten bietet, sind die Navidaten die Grundlage für ebendiese Funktionen. Genau hier versagt aber das Navi des Niro aber kläglich. Damit werden zumindest einige der automatisierten Funktionen nutzlos, mitunter sogar gefährlich (z.B. plötzliches Bremsen, weil der Niro glaubt die Autobahn ende auf freier Strecke, selbst erlebt) und somit wertlos.
Die Geschwindigkeiten sind außerhalb von Baustellen keineswegs so volatil wie Du uns alle glauben machen willst. Die Änderung einer Höchstgeschwindig ist schließlich nichts, was ohne bürokratischen Aufwand mal eben so Kraft eigener Wassersuppe von irgendjemandem einfach verfügt werden kann.
Komischerweise schaffen es andere Anbieter ja mit einem Verzug von 3 Monaten, in manchen Fällen auch 6 Monaten, die Änderungen in die Daten aufzunehmen.
Es ist wirklich peinlich für Kia, dass das Navi des Dacia Duster von 2015 deutlich besser und aktueller ist als es bei meinem Kia Niro EV, der in einer ganz anderen Preisklasse antritt, selbst bei immer frühestmöglich durchgeführtem Update überhaupt möglich ist.
An der Forderung nach halbwegs aktuellen Geschwindigkeiten im Datenbestand ist damit absolut nichts seltsam und ebenso wenig hanebüchen.
Das Navi ganz weglassen kann man, dann verkauft man aber Fahrzeuge nur noch an Leute, die bereit sind, einen mittleren fünfstelligen Betrag für ein Auto auf dem technischen Stand der Jahrtausendwende auszugeben. Der Markt dürfte sehr überschaubar sein.