Zu Hause Laden,Absicherung Hauselektrik

  • Hallo zusammen, ich möchte zu Hause laden. Hat das Ladegerät einen 6–mA–DC–Fehlerstromschutz. Oder andersherum gefragt, benötigt man einen RCD TYP–B in seiner Hausinstallation. Danke

  • Die Frage betrifft nicht das Fahrzeug, sondern die verwendete Wallbox. In vielen ist der DC-Schutz inzwischen eingebaut. Da musst Du gucken. ;)

    Gruß aus dem hohen Norden

    Thomas


    Sommerautos: Volvo 480 von 6/95, BMW 320ci Cabrio von 4/04,

    Daily: ZOE von 6/18, e-Niro von 10/21

  • Ähm sorry, überlesen. Ich lade mit dem Standard Ladegerät mit normalem Stecker an der Steckdose. Ich habe keine Wallbox, deswegen die Frage. Weis das jemand? Danke

  • An einer normalen Schuko-Steckdose gibt es keine weiteren Voraussetzungen. Die Steckdose sollte allerdings für eine Dauerbelastung mit 16 A ausgelegt sein. Das kann jeder Elektriker prüfen.

    Niro EV 07/24 aurora schwarz, seit 29.10.24 Vollausstattung + Schiebedach

    Kona 64 Prime, 04/22 bis 04/25, (BEV seit 2019)

    Laden über go-eCharger gemini 11 kW

    Sonnenhaus ohne fossile Brennstoffe seit 1998

    PV seit 2001

  • Ganz so einfach ist das nun auch wieder nicht, wir sind hier ja in D und da gibt es so die eine oder andere Vorschrift ;(

    Wenn Du also mit dem Niro-eigenen Ladeziegel laden willst, hat das Teil ja einen normalen Schuko-Stecker, der in eine normale Schuko-Dose kommt.

    Diese Schuko-Dose muß den anerkannten Regeln der Technik entsprechen (Stromtragfähigkeit, Absicherung, Schutzmaßnahme).

    Ob diese Dose mit einem RCD (Typ A) geschützt sein muß, hängt von mehreren Faktoren ab (ist aber auf alle Fälle immer zu empfehlen).

    Wenn aber der Ladeziegel dran kommt, muß da zwingend ein RCD Typ B sein (entweder vor der Dose, oder im ICCB [IEC 62752]).

    Die Dose (und die Zuleitung) muß einen Strom von 16 A dauerhaft tragen können. D.h. also, die Zuleitung muß mind. 3 x 2,5 mm² sein.

    1,5 mm² neu zu verlegen ist seit ein paar Jahren nicht mehr zulässig (nur noch für Steuer-/Meldeleitungen u.ä.).

    Den Niro mit dem Ladeziegel zu laden ist auch nur in Notfällen zulässig, ansonsten kann es im Ernstfall mächtig Streß mit u.a. der Versicherung geben.

    Das sind alles so Regelungen, die nicht unbedingt jeder mag, aber so ist es nun mal halt.

    PHEV Spirit (MY 2018) Graphit metallic - alles außer AHK
    CMX 1100 T DCT (MY 2023)

    PVA 4,1 kWp + 5,7 kWh


  • :) Ich empfehle dringend :)


    Die Ladestärke auf 10 Ampere zu begrenzen. Wird auch von meinem Hauselektriker so angeraten, die Leistung beträgt dann etwas über 2 kiloWatt und das kann auch eine normale Schukosteckdose über einige Stunden vertragen


    Gruss

    Achim

    :) Und immer die Kirch` im Dorf lasse ! :)

    Kia Niro PHEV Spirit. EZ 04/2023 interstellargrey metallic

  • Es gibt ja sone und solche Steckdosen :saint: Z.B. normale Schuko-Steckosen und CEE-Steckdosen. CEE-Steckdosen können 16, 32, 63, 125 A ab, je nach Ausführung.

    Die "kleine blaue" CEE-Steckdose (dreipolig, auch Camping-Steckdose genannt) kann 16 A ab, allerdings nur einphasig; was aber für den Ladeziegel ausreicht,

    der Niro PHEV kann eh nur einphasig laden - allerdings hat wiederum der Ladeziegel keinen CEE-Stecker, sondern einen Schuko-Stecker, ist aber eben halt auch nur für Notfälle gedacht.

    Eine Schuko-Steckdose dauerhaft mit 16 A belasten kann man machen, ist aber :) nicht wirklich zu empfehlen :)

    Man kann den Ladeziegel aber auch drosseln, der hat ja 3 Stufen; H, M und L. Wenn ich recht irre, waren das 16, 12 und 8 A.


    Die (Wirk)Leistung berechnet sich P = U * I *cos ɸ (Wirkungsgrad). Bei rein ohmschen Verbrauchern ist der cos ɸ = 1, den kann man da weglassen.

    Das ergibt also 230 V * 16 A = 3,68 kW (bei 12 A = 2,76 kW & bei 8 A = 1,84 kW).

    Wenn dann noch Induktivitäten, Kapazitäten, Elektronikkram o.ä. dazu kommen (z.B. Spulen, Kondensatoren) , sinkt der cos ɸ und wird mit sowas um 0,8 angenommen.

    Das ergibt dann 230 V * 16 A * 0,8 = 2,94 kW (bei 12 A = 2,21 kW & bei 8 A = 1,47 kW); also quasi das, was auch im Niro ankommt. Aber das nur am Rande, darauf hat man eh keinen Einfluss; das regelt der Ladeziegel selber.

    Entweder zieht der 3,68 kW aus der Dose und gibt nur noch 2,94 kW an den Niro weiter, oder er gibt die vollen 3,68 kW an den Niro weiter; zieht dann aber 4,42 kW aus der Dose. Das ist jetzt aber nur ganz grob über den Daumen gepeilt. Bei > 16 A streikt dann aber auch irgendwann mal die Sicherung (16 A als Sicherung mal angenommen).


    Ob man nun den Ladeziegel als Dauer-Ladelösung verwendet, darf natürlich jeder für sich selbst entscheiden 8)

    Gedacht ist das so nicht; allerdings kenne ich auch keinen, der nur den Ladeziegel verwendet und dem der schon mal um die Ohren geflogen ist (aber davon habe ich auch nur einen einzigen im Bekanntenkreis).

    Vielleicht hat ja hier schon jemand Erfahrungen diesbezüglich; gut oder eher weniger gut; und möchte sich dazu äußern :?: Wäre sicher für alle interessant.

    Ich selbst habe zwei oder drei mal mit dem Ladeziegel geladen, den aber immer auf 8 A gedrosselt, also L.

    Der Niro ist aber eh ein Schnarchlader, da ist es mir relativ Latte, ob der nun drei oder vier Stunden bis voll braucht. Idealerweise lädt man ja über Nacht.

    Als ich 2018 meien Niro gekauft habe, habe ich mir auch eine Wallbox (einphasig, 3,7 kW) gekauft. Die hat > 500 € gekostet und bei einem Listenpreis von > 42 k macht das den Kohl auch nicht fett.

    PHEV Spirit (MY 2018) Graphit metallic - alles außer AHK
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  • Die Ladestärke auf 10 Ampere zu begrenzen. Wird auch von meinem Hauselektriker so angeraten, die Leistung beträgt dann etwas über 2 kiloWatt und das kann auch eine normale Schukosteckdose über einige Stunden vertragen

    Dann ist nur der Wirkungsgrad der Ladung sehr schlecht. Man hat einen Basisverbrauch der Elektronik von etwa 300W , den kann man immer pauschal abziehen, dann landet man in etwa bei der realen Ladeleistung. Bei 2kW sind das dann etwa 15% Verlust pauschal + etwa 5% linear on top.